Opfer von Kindesmißhandlung sind Jungen und Mädchen - oft in den ersten Lebensjahren. Seelische und körperliche Schäden prägen Kinder ein Leben lang. Die Opfer sind auf Hilfe von außen angewiesen. Vorbeugung ist umso wirksamer, je früher sie ansetzt. Die Zielgruppe sind:
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Edith-Stein-Institut Rottweil und der Polizeidirektion Rottweil.
Ziele des Projektes:
Die drei Säulen des Projektes:
1. Information der Erzieherinnen
Um ein Problembewußtsein zu schaffen, muß über den Mißbrauch gesprochen werden. Auf Verdachtsindikatoren, die körperliche und psychische Auffälligkeiten aufzeigen, die auf sexuellen Mißbrauch oder aber körperliche Mißhandlung hinweisen, wird hingewiesen. Es wird eine aktive Mitverantwortung für das Kind geweckt – hinschauen und verantwortlich handeln.
Mit den Erzieherinnen werden aber auch Handlungsmöglichkeiten für den Verdachtsfall erarbeitet. Wie kann damit umgegangen werden, wie kann das Kind geschützt werden, wie verhält man sich dem Kind, der Familie gegenüber, wo kann Hilfe und Unterstützung gefunden werden.
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Gefahren zu erkennen
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Verführungen standzuhalten
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Verhalten in Konfliktsituationen aufzuzeigen
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Kinder nicht zu ängstigen
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Mut zu machen
2. Interaktives Puppenspiel
Die Geschichte „Kater und Maus“ wurde unter professioneller Anleitung entwickelt. Ziel ist die Vermittlung einfacher Botschaften in in kindgerechter Sprache.
Das Puppenspiel wird von einem uniformierten Beamten mit zwei Handpuppen durchgeführt.
Inhalt des Puppenspiels: Die kleine Maus war den ganzen Nachmittag mit ihren Freunden zusammen am Bach. Beim Heimweg wird sie vom Kater überrascht, der ihr aufgelauert hat. Er täuscht vor, ihre Eltern seien beim einkaufen und versucht sie mit allerlei List, in sein Haus zu locken. Es entwickelt sich ein Gespräch mit vielen Versuchungen. Fast hätte er es geschafft, wenn die kleine Maus nicht in letzter Minute doch auf ihr Gefühl gehört hätte. Nein bleibt nein – ein Kater und eine Maus können keine Freunde sein. Sie entwischt und erzählt später alles ihren Eltern.
3. Information der Eltern
Eltern werden umfassend über den sexuellen Mißbrauch informiert und sensibilisiert. Es wird aber auch über vorbeugende Maßnahmen gesprochen, die in die Erziehung mit einfließen müssen, um Gefahren des sexuellen Mißbrauchs zu minimieren.
Mit Hinweisen auf Literatur, Bilderbücher und Broschüren wird den Eltern die Angst und Scheu vor dem Tabuthema „sexueller Mißbrauch“ genommen. Eltern sollen erkennen, dass eine altersentsprechende Aufklärung für das Kind notwendig ist und in der Erziehung vieles getan werden kann, um Kinder stark, selbstbewußt und mutig zu machen und damit weniger Gefahr laufen selbst Opfern zu werden.