Der Tödliche Unfall am Spätnachmittag des 9. Juli auf der B 3 zwischen Lahr und Kippenheim dürfte auf den Genuss von Cannabis zurückzuführen sein. Das ist das Ergebnis einer ersten Analyse der Blutprobe des Unfallverursachers. Der 23-Jährige hatte bekanntlich mit seinem Audi A 6 in Richtung Kippenheim mehrere Fahrzeuge überholt und war dabei links an einer Verkehrsinsel vorbeigefahren. Dabei prallte er frontal gegen einen entgegenkommenden Fiat Ulysee. In diesem Auto wurden die Fahrerin und ihre beiden kleinen Kinder schwer verletzt. Im Fahrzeug des Unfallverursachers starb ein 22 Jahre alter Mitfahrer. Der Fahrer und sein zweiter Beifahrer erlitten schwere Verletzungen.
"Deutlich unter Cannabiseinwirkung", so die erste Einschätzung des Rechtsmediziners, der die Blutprobe des 23-Jährigen Audi-Fahrers untersucht. Die genaue Konzentration wird noch in weiteren Untersuchungen ermittelt. Der gemessene Alkohol hingegen ist unbedeutend. Den Führerschein hatte der 23-Jährige nur auf Probe. Von Mai 2007 bis Anfang September war ihm die Fahrerlaubnis entzogen worden, weil er auch damals bei einer Fahrt mit dem Roller unter Cannabiseinfluss stand. Nach der Sperre erteilte das Landratsamt den Führerschein mit einer Probezeit, die erst am 12. Oktober 2010 abgelaufen wäre.